6 günstige Weihnachtsdeko DIY Ideen zum Selbermachen
Draußen wird es früh dunkel, drinnen duftet es nach Zimt und Orangen, und auf dem Tisch flackert ein kleines Licht. Genau diese Stimmung macht die Weihnachtszeit so besonders. Und das Schöne daran: Dafür brauchst du keine teure Deko aus dem Möbelhaus.
Wenn du deine Weihnachtsdeko selber machen möchtest, reichen oft ein paar Orangen, Papier, alte Gläser oder Tannenzapfen vom Spaziergang. Daraus entstehen Dekorationen, die gemütlich wirken, individuell aussehen und dein Budget kaum belasten. Viele Materialien hast du wahrscheinlich sogar schon zu Hause.
Hier findest du 6 günstige DIY Ideen, die auch ohne Basteltalent gelingen und dein Zuhause in eine kleine Winterwelt verwandeln.
Inhaltsverzeichnis
- Getrocknete Orangenscheiben als Weihnachtsdeko
- Weihnachtssterne aus Butterbrottüten
- Weihnachtsgirlande aus Papier
- Windlichter aus alten Marmeladengläsern
- Tannenbäume aus Tannenzapfen
- Weihnachtsanhänger aus Salzteig
- Welche Weihnachtsdeko kannst du besonders günstig selber machen?
- So sparst du beim Basteln zusätzlich Geld
- Fazit
1. Getrocknete Orangenscheiben als Weihnachtsdeko
Getrocknete Orangenscheiben leuchten warm im Licht, duften dezent und passen zu fast jedem Einrichtungsstil. Am Fenster wirken sie fast wie kleine Buntglasfenster, am Tannenzweig bringen sie einen natürlichen Look ins Zimmer.
- Ungefähre Materialkosten: 2 bis 4 €
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 20 Minuten Vorbereitung plus 3 bis 4 Stunden im Backofen
Material
- 3 bis 4 Orangen
- Etwa 2 m Jutegarn oder Bäckergarn
- Optional: einige Zimtstangen und Tannenzweige
Utensilien
- Scharfes Messer und Schneidebrett
- Küchenpapier
- Backblech mit Backpapier oder ein Backofengitter
- Holzlöffel
- Nadel mit großem Öhr oder Zahnstocher
So geht’s
- Heize den Backofen auf 80 bis 100 Grad Umluft vor.
- Schneide die Orangen in gleichmäßige Scheiben von etwa 5 mm Dicke. Je gleichmäßiger, desto gleichmäßiger trocknen sie.
- Tupfe die Scheiben gründlich mit Küchenpapier ab, damit möglichst viel Saft entfernt wird.
- Lege sie nebeneinander auf das Blech oder Gitter. Auf dem Gitter trocknen sie schneller, weil die Luft von allen Seiten zirkuliert.
- Klemme einen Holzlöffel in die Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Lass die Scheiben 3 bis 4 Stunden trocknen und wende sie etwa jede Stunde. Sie sind fertig, wenn sie sich trocken anfühlen und nicht mehr kleben.
- Lass sie vollständig abkühlen. Stich dann mit der Nadel oder einem Zahnstocher ein kleines Loch nahe dem Rand und fädle das Garn durch.
Sicherheitshinweis: Bleib in der Nähe des Backofens und kontrolliere die Scheiben regelmäßig, damit sie nicht zu dunkel werden.
Gestaltungsidee
Fädle abwechselnd Orangenscheiben und Zimtstangen auf ein langes Garn. So entsteht eine duftende Girlande für Fenster oder Kaminsims. Gut verpackt und trocken gelagert kannst du die Scheiben im nächsten Jahr wiederverwenden.
2. Weihnachtssterne aus Butterbrottüten
Diese Sterne sehen aus wie teure Papierdeko aus dem Designladen, bestehen aber nur aus einfachen Butterbrottüten. Im Fenster wirken sie besonders schön, wenn abends Licht durch das Papier scheint.
- Ungefähre Materialkosten: 1 bis 2 € (eine Packung reicht für mehrere Sterne)
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 20 Minuten pro Stern
Material
- 8 Butterbrottüten pro Stern (weiß oder braun)
- Etwa 30 cm Schnur oder Faden zum Aufhängen
Utensilien
- Klebestift
- Schere
- Bleistift
So geht’s
- Lege die erste Tüte flach vor dich, sodass der gefaltete Boden oben liegt und zu dir zeigt.
- Trage Kleber in Form eines großen T auf: einmal waagerecht über den gefalteten Bodenstreifen und einmal senkrecht von der Mitte des Bodens bis zur Öffnung der Tüte.
- Lege die nächste Tüte genau deckungsgleich darauf und drücke sie fest an.
- Wiederhole das, bis alle 8 Tüten aufeinander geklebt sind. Auf die oberste Tüte kommt noch kein Kleber.
- Zeichne an der offenen Seite eine Form auf, zum Beispiel eine Spitze, einen Bogen oder eine Zickzacklinie. Schneide sie durch alle Lagen auf einmal aus.
- Für zusätzliche Muster kannst du kleine Dreiecke oder Kreise aus den Seiten schneiden.
- Lege die Schnur zwischen die oberste und die unterste Tüte, trage Kleber im T auf die oberste Tüte auf und klappe den Stern auf, bis sich die erste und letzte Tüte berühren. Gut andrücken.
Gestaltungsidee
Verschiedene Schnittformen ergeben ganz unterschiedliche Sterne. Häng drei Sterne in unterschiedlichen Größen versetzt ins Fenster. Kleinere Sterne bekommst du, wenn du die Tüten vorher kürzer schneidest.
3. Weihnachtsgirlande aus Papier
Eine Papiergirlande macht aus einem leeren Regal oder einer kahlen Wand sofort einen weihnachtlichen Hingucker. Mit Sternen oder kleinen Tannenbäumen in Weiß, Kraftpapier und Grün entsteht ein ruhiger, skandinavischer Look.
- Ungefähre Materialkosten: 0 bis 3 €
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 45 bis 60 Minuten
Material
- 3 bis 4 Bögen Bastelpapier oder Tonpapier in A4, alternativ Papierreste, Notenblätter oder alte Buchseiten
- Ein Stück dünne Pappe für die Schablone, zum Beispiel von einer Müslipackung
- Etwa 2 m Garn oder Schnur
Utensilien
- Schere
- Bleistift
- Klebestift oder doppelseitiges Klebeband
So geht’s
- Zeichne einen Stern oder einen Tannenbaum von etwa 7 bis 8 cm Höhe auf die Pappe und schneide ihn als Schablone aus.
- Übertrage die Form etwa 30 bis 40 Mal auf das Papier und schneide alle Motive aus.
- Lege das Garn gerade auf den Tisch und plane die Abstände, etwa 5 cm zwischen den Motiven.
- Bestreiche ein Motiv mit Kleber, lege das Garn mittig darauf und klebe ein zweites, gleich großes Motiv deckungsgleich darüber. So verschwindet das Garn zwischen den Lagen.
- Wiederhole das bis zum Ende der Schnur und lass alles kurz trocknen.
Tipp für Anfänger: Wenn du mehrere Lagen Papier übereinanderlegst und mit Büroklammern fixierst, kannst du mehrere Motive auf einmal ausschneiden.
Spartipp
Wer eine Nähmaschine hat, kann die Motive einfach mit einem geraden Stich hintereinander durchnähen. Das spart Garn und Kleber und geht besonders schnell.
4. Windlichter aus alten Marmeladengläsern
Leere Gläser landen oft im Altglas, dabei werden aus ihnen mit wenigen Handgriffen wunderschöne Windlichter. Mit etwas weißem Schnee am Boden und einem Tannenzweig am Rand sehen sie aus wie kleine Winterlandschaften.
- Ungefähre Materialkosten: 2 bis 5 € für 3 Gläser
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 30 Minuten
Material
- 3 leere Marmeladengläser oder andere Schraubgläser
- 3 LED Teelichter
- Etwa 150 g grobes Salz oder Kunstschnee
- Etwa 1,5 m Jutegarn, Wollreste oder Schleifenband
- Ein paar kleine Tannenzweige, Zimtstangen oder Sternanis
Utensilien
- Spülmittel und warmes Wasser
- Schere
- Optional: Heißklebepistole
So geht’s
- Weiche die Gläser in warmem Wasser mit etwas Spülmittel ein, bis sich die Etiketten lösen. Kleberreste lassen sich meist mit etwas Speiseöl abreiben.
- Trockne die Gläser gründlich ab.
- Fülle 2 bis 3 cm hoch Salz oder Kunstschnee in jedes Glas.
- Setze ein LED Teelicht mittig auf den Schnee und drücke es leicht fest.
- Wickle Garn oder Band mehrmals um den Glashals und binde eine Schleife.
- Stecke einen kleinen Tannenzweig, eine Zimtstange oder einen Sternanis unter die Schnur.
Sicherheitshinweis: Verwende LED Teelichter statt echter Kerzen, wenn du Tannenzweige, Garn oder Papier am Glas verwendest. Diese Materialien können sonst Feuer fangen.
Gestaltungsidee
Stell drei Gläser in unterschiedlichen Größen auf ein Holzbrett oder Tablett und verteile ein paar Tannenzapfen dazwischen. Fertig ist ein gemütliches Arrangement für den Esstisch.
5. Tannenbäume aus Tannenzapfen
Tannenzapfen haben von Natur aus die Form kleiner Bäume. Mit weißen Spitzen wirken sie wie verschneit, mit bunten Perlen werden sie zu kleinen Weihnachtsbäumen für Fensterbank oder Tisch.
- Ungefähre Materialkosten: 0 bis 3 €
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 30 Minuten plus 1 Stunde Trockenzeit im Ofen und Trocknen der Farbe
Material
- 5 bis 6 Kiefernzapfen
- Weiße Acrylfarbe
- Optional: kleine Perlen, Pompons oder Holzsterne
- 5 bis 6 Weinkorken oder kleine Holzscheiben als Stamm
Utensilien
- Backblech mit Backpapier
- Kleiner Pinsel oder Schwämmchen
- Heißklebepistole oder Bastelkleber
- Zeitungspapier als Unterlage
So geht’s
- Sammle die Zapfen bei einem Spaziergang. Kleine Mengen für den Eigenbedarf zu sammeln ist im Wald in der Regel erlaubt, in Naturschutzgebieten aber nicht.
- Bürste Schmutz und Nadeln ab.
- Lege die Zapfen auf ein Backblech und trockne sie etwa 1 Stunde bei 100 Grad im Ofen. So öffnen sie sich und eventuelle kleine Insekten verschwinden.
- Lass die Zapfen vollständig abkühlen.
- Tupfe mit dem Pinsel weiße Farbe auf die Spitzen der Schuppen. Dadurch sehen sie aus wie mit Schnee bedeckt.
- Klebe nach dem Trocknen kleine Perlen oder Pompons als Christbaumkugeln zwischen die Schuppen.
- Klebe jeden Zapfen mit der flachen Seite auf einen Korken oder eine Holzscheibe, damit er stabil steht.
Sicherheitshinweis: Zapfen enthalten Harz und können bei zu hohen Temperaturen brennen. Halte dich an die niedrige Temperatur und bleib in der Nähe des Ofens. Beim Heißkleben vorsichtig sein, der Kleber wird sehr heiß.
Gestaltungsidee
Stell mehrere Zapfenbäumchen unterschiedlicher Größe zu einem kleinen Wald zusammen. Mit etwas Kunstschnee oder Salz drumherum entsteht eine winterliche Szene für die Fensterbank.
6. Weihnachtsanhänger aus Salzteig
Salzteig gehört zu den günstigsten Bastelmaterialien überhaupt. Die Zutaten hast du fast sicher in der Küche. Naturbelassen wirken die Anhänger schlicht und modern, bemalt werden sie zu bunten Hinguckern am Baum.
- Ungefähre Materialkosten: etwa 1 €
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Zeitaufwand: etwa 30 Minuten plus 2 bis 3 Stunden im Ofen
Material
- 200 g Mehl
- 200 g feines Salz
- Etwa 125 ml Wasser
- Optional: 1 EL Speiseöl für einen geschmeidigeren Teig
- Etwa 2 m Garn oder Schleifenband
- Optional: Acrylfarbe
Utensilien
- Schüssel
- Nudelholz
- Ausstecher in Form von Sternen, Herzen oder Tannenbäumen
- Strohhalm
- Backblech mit Backpapier
So geht’s
- Mische Mehl und Salz in einer Schüssel.
- Gib das Wasser nach und nach dazu und knete alles zu einem glatten Teig, der nicht mehr klebt. Ist er zu trocken, etwas Wasser ergänzen, ist er zu feucht, etwas Mehl.
- Rolle den Teig etwa 5 mm dick aus.
- Stich die Motive aus und lege sie auf das Backblech.
- Drücke mit dem Strohhalm ein Loch zum Aufhängen hinein.
- Trockne die Anhänger zuerst eine Stunde bei 50 Grad im Ofen. Erhöhe dann auf 100 bis 120 Grad und lass sie weitere 1 bis 2 Stunden trocknen, bis sie hart sind.
- Lass sie abkühlen, bemale sie nach Wunsch und fädle das Garn durch.
Sicherheitshinweis: Salzteig ist nicht zum Essen gedacht. Wegen des hohen Salzgehalts solltest du die Anhänger außer Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren aufhängen.
Gestaltungsidee
Drücke vor dem Trocknen Muster in den Teig, zum Beispiel mit einem Tannenzweig, einer Spitzendecke oder einer Gabel. So bekommst du schöne Strukturen, ganz ohne Farbe.
Welche Weihnachtsdeko kannst du besonders günstig selber machen?
| DIY Weihnachtsdeko | Ungefähre Materialkosten | Zeitaufwand | Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|---|
| Getrocknete Orangenscheiben | 2 bis 4 € | 20 Minuten plus 3 bis 4 Stunden Ofen | einfach |
| Sterne aus Butterbrottüten | 1 bis 2 € | 20 Minuten pro Stern | einfach |
| Papiergirlande | 0 bis 3 € | 45 bis 60 Minuten | einfach |
| Windlichter aus Marmeladengläsern | 2 bis 5 € | 30 Minuten | einfach |
| Tannenbäume aus Tannenzapfen | 0 bis 3 € | 30 Minuten plus Trockenzeit | einfach |
| Salzteiganhänger | etwa 1 € | 30 Minuten plus 2 bis 3 Stunden Ofen | einfach |
Alle Kosten sind Richtwerte und gehen davon aus, dass du Grundausstattung wie Schere, Kleber und Backofen bereits hast.
Am günstigsten sind die Salzteiganhänger, die Papiergirlande aus Resten und die Zapfenbäumchen, weil du dafür oft gar nichts kaufen musst. Wenn du schnell ein Ergebnis sehen möchtest und zum ersten Mal bastelst, sind die Butterbrottütensterne und die Windlichter ideal. Sie sind in einer halben Stunde fertig und gelingen fast immer.
So sparst du beim Weihnachtsdeko Basteln zusätzlich Geld
- Nutze, was schon da ist. Gläser, Korken, Garnreste, Geschenkpapier vom letzten Jahr und Pappe aus Verpackungen sind perfekte Bastelmaterialien.
- Sammle Naturmaterialien. Tannenzapfen, Zweige, Moos und Eicheln findest du kostenlos bei einem Winterspaziergang. Auch beim Christbaumverkauf bekommst du abgeschnittene Zweige oft geschenkt.
- Werte alte Deko auf. Matte Christbaumkugeln bekommen mit etwas Farbe, Garn oder Glitzer einen neuen Look. So musst du nichts neu kaufen.
- Teile Material mit Freundinnen. Eine Packung Butterbrottüten oder eine Flasche Acrylfarbe reicht für mehrere Personen. Ein gemeinsamer Bastelabend spart Geld und macht doppelt so viel Spaß.
- Lagere deine Deko gut. Getrocknete Orangen, Papiersterne und Salzteiganhänger halten mehrere Jahre, wenn du sie trocken in einer Kiste aufbewahrst.
Fazit: Weihnachtsdeko selber machen lohnt sich
Schöne Weihnachtsdekoration braucht kein großes Budget. Mit Orangen, Papier, alten Gläsern, Tannenzapfen und ein bisschen Salzteig entstehen Dekorationen, die gemütlich, natürlich und ganz individuell aussehen. Wer seine Weihnachtsdeko selber macht, spart nicht nur Geld, sondern hat am Ende Stücke, die es so in keinem Laden gibt.
Such dir ein oder zwei Ideen aus und probier sie an einem gemütlichen Nachmittag aus, vielleicht mit Tee und Weihnachtsmusik. Viele der Dekorationen kannst du jedes Jahr wieder hervorholen und Stück für Stück ergänzen.
Welche Idee möchtest du als Erstes ausprobieren? Oder hast du eine eigene günstige DIY Weihnachtsdeko, die hier nicht fehlen sollte? Erzähl es gern in den Kommentaren.





